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..... beginnt mit der Deckzeit, die Böcke werden zu den Schafen gestellt.

Bevor dies passiert sollten die Mutterschafe und Böcke in sehr guter Kondition sein, das heißt sie sind entwurmt, die Füße geschnitten und in einem gutem Ernährungszustand. Die Deckzeit liegt je nach Schafrasse und Betriebsform in den Monaten August bis Dezember. Kommt ein Lammbock zum Einsatz, rechnet man 30 Schafe pro Bock, bei ausgewachsenen Böcken ca. 50 Schafe pro Bock.
Der nächste Abschnitt im Schafsjahr ist der Winter. Die Schafe stehen auf den Winterweiden und können so noch Futterreserven, also den Aufwuchs, der nach dem letzen Heu- oder Silageschnitt nachgewachsen ist, nutzen. Die Landwirte sehen dies gerne, da diese Flächen so kurzgefressen und durch den Schafstritt verfestigt werden. Außerdem wird noch, ganz nebenbei, wertvoller Schafsdünger hinterlassen.
Sind die Wiesen zu naß oder bei hoher Schneelage muß mit der Fütterung begonnen werden. Sehr gute Erfahrungen habe ich mit folgender Zusammenstellung gemacht:
Die Schafe bekommen Heu, welches in Naturschutzgebieten geworben wurde (hoher Kräuteranteil, viel Struktur) zur freien Aufnahme.
Gute Kleegras- Silage wird rationiert, ca. 0,2 – 0,3 kg je Tier, verfüttert. Der Silage- Anteil wird zum Ende der Trächtigkeit und während der Lactation erhöht.
Weiterhin stehen den Schafen Eiweiß- Mineralstoff- Blocks zur freien Aufnahme zur Verfügung.
Mit dem Frühjahr und den Monaten März bis April stellt sich die Lammzeit ein.
Wenn die Lämmer geboren sind, werden die Näbel mit Jod desinfiziert, Ohrmarken eingezogen und sie werden ins Stallbuch eingetragen.
Bei den Schafen kontrolliere ich die Euter auf ausreichenden Biestmilchfluß. Einige Stunden später sieht man nach, ob die Nachgeburt vollständig abgegangen ist und entsorgt sie dann.
Das Frühjahr schreitet weiter voran und Schafe und Lämmer nutzen das junge Gras.
Mit 5-6 Wochen Lebensalter entwurme ich die Lämmer das erste Mal, da der Endoparasitendruck mit der Frühjahrswärme und -feuchte sehr stark ansteigt.
Ende Mai, Anfang Juni sollte mit der Silage- und Heuwerbung begonnen werden.
Oft melden sich gleichzeitig noch die Schafscherer zur jährlichen Schur an. Bei den Gotlandschafen sollte die Wolle gut abgewachsen sein, damit sie sich gut scheren lassen.
Die Wolle wird sortiert: Gute Wolle wird zusammengerollt und die Vliese einzeln gelagert, die übrige Wolle wird in Wollsäcke gestopft und an den Wollhandel verkauft.
Nach der Schur ist besonders darauf zu achten, dass die Schafe nicht von Fliegen und deren Larven befallen werden.
Wiesenpflege, das heißt nachmähen der abgefressenen Wiese, wenn die Schafe auf eine neue Fläche kommen, und zweimal täglich Kontrollgänge zu d en Tieren bestimmen den Sommer.
Um den 1. August herum setzte ich die Lämmer ab. Sie werden von den Müttern getrennt und müssen nun ausschließlich mit Gras zurecht kommen.
Um gute Zunahmen zu erreichen, stelle ich die Lämmer nun auf nahrhafte Kleegrasweiden.
Die Mutterschafe werden zum Trockenstellen auf nährstoffarmes Futter gebracht. Dies ist wichtig um die Milchproduktion möglichst schnell zu senken.
In einigen Wochen beginnt für die Mutterschafe der Jahreszyklus von Neuem. Bis dahin haben die Schafe Zeit, sich von den Anstrengungen zu erholen und eine gute Kondition zu entwickeln.
Nach Erreichen eines Gewichtes von 40 kg werden die Lämmer nach und nach an Kaufinteressenten und Privatkunden abgegeben.
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